2BL: Nachbericht vom 7. Spieltag

PRESSEAUSZUG: 2BL Nachberichte – OEBL.AT

 Siege für die Favoriten

Schwerer als erwartet taten sich einige der Topteams der ZWEITEN Basketball Bundesliga am siebten Spieltag. Bezeichnenderweise gab es beim einzigen Spiel, bei dem zwei Teams mit positiver Bilanz aufeinandertrafen, das deutlichste Ergebnis: Die Mattersburg Rocks besiegten die Raiffeisen Dornbirn Lions mit 76:55. Wenig Mühe hatten auch noch die Chin Min Dragons St. Pölten beim 89:71 gegen die BBU Salzburg. Die anderen Favoriten konnten das bei ihren Begegnungen hingegen nicht behaupten: Die Vienna D.C. Timberwolves siegen bei den Panaceo Villach Raiders mit 99:93, die Wörthersee Piraten können das Derby bei den Raiffeisen Radenthein Garnets im letzten Viertel drehen und kommen zu einem 80:75-Erfolg und die Mistelbach Mustangs brauchen gar eine Verlängerung, um bei KOŠ Posojilnica Bank Celovec mit einem 104:98 vom Feld zu gehen.

rocks 76:55 (57:42, 40:34, 24:14)
lions
Mattersburg lieferte ein ähnliches Heimspiel ab wie zuletzt gegen Radenthein, ein toller 13:0-Lauf zu Beginn, danach eine Scwächephase, wo die Gäste fast den Ausgleich erzielten und ein starkes drittes Viertel, das die Entscheidung besorgte. Die Löwen mussten ohne Claudio Ceccotti auskommen, auch Kapitän Alexander Atterbigler konnte nicht eingesetzt werden. Beim Meister war Michael Mach nur Zuseher. Nach diesem tollen Beginn fanden die Löwen besser in die Gänge, Ivica Dodig und Youngster Lorenz Gerstendörfer verbuchtenim zweiten Viertel wichtige Dreipunktewürfe. So kamen die Lions bis zum Halbzeitpfiff auf sechs Zähler heran.Nach Wiederbeginn wurde das Geschehen hektischer, Mario Tobar ließ sich zu einem unsportlichen Vergehen hinreißen. In dieser Phase behielten der Ex-Dornbirner Sebastian Gmeiner und Jan Nicoli für den Meister die Nerven, ihre Dreier fanden den Weg ins Ziel und Mattersburg setzte sich sukzessive ab (66:46). Damit war diese Partie erledigt, der BKM spielte solide weiter und ließ nichts mehr anbrennen, bleibt zu Hause ungeschlagen!
Stimmen zum Spiel:
Mike Coffin, Headcoach der Rocks: „Einige Dinge haben wir schon verbessern können im Vergleich zum Saisonbeginn. Nun kommen wichtige Spiele auf uns zu, da sehen wir, wie weit wir schon sind! „
Diego Fernandez, Headcoach der Lions: „Wir haben gewusst, dass es in Mattersburg sehr schwer wird. Der Meister ist sehr erfahren, wir hatten jedoch durchaus unsere Momente. Leider wurden unsere Fehler aber eiskalt bestraft. „
beste Werfer:
Ulreich, Hallett je 15, Gmeiner, Nicoli je 13 bzw. Tobar 15, I. Dodig 11, Plasmans 8
kos 98:104 (83:83, 60:64, 49:44, 22:21) n.V.
mustangs
Das Treffen KOŠ Posojilnica Bank Celovec gegen die Mistelbach Mustangs beginnt recht ausgeglichen, nach sieben gespielten Minuten steht es 14:14. Erst in den letzten Sekunden geling es KOŠ mit einem Punkt in Führung gehen (22:21). Auch das zweite Viertel verlief ähnlich dem ersten, Mistelbach kombiniert gut doch kann wenig verwerten. KOŠ kann weiterhin mit schnellen Konter punkten und kann sich zum Schluss ein wenig absetzen (49:44).Am Anfang des dritten Viertels spielte Mistelbach auf und kann in der 5 Minute durch zwei Freiwürfe den Ausgleich erzielen und später in Führung gehen. Gegen Ende kann KOŠ etwas näher rücken (60:64). Das letzte Viertel beginnt schleppend. In der 5 Minute erzielt Andi Smrtnik den Ausgleich 68:68. Mit einem Dreier von Aleš Kunc geht KOŠ in Führung, 71:70. Kurz darauf trifft auch Mistelbach von der Dreierlinie und liegt wieder voran (75:76). In der Halle beginnt ein wahrer Krimi, welcher nicht nach den regulären 40 Minuten endet. Aleš Kunc kann wegen gepfiffener Schritte nicht abschließen. Mit 83:83 geht es in die Verlängerung.

Die zusätzlichen Minuten kosten KOŠ die letzte Kraft. Immer mehr Spieler beider Teams müssen mit 5 Fouls auf die Bank. Am Ende drehen die Gäste aus Niederösterreich das Spiel zu Ihren Gunsten und gewinnen mit 104:98.

Stimmen zum Spiel:
Stefan Hribar, sportlicher Leiter von KOŠ: „In der Verlängerung war Mistelbach cleverer. Die letzten vier Spiele verfolgt uns das Pech.“
Martin Weissenböck, Headcoach der Mustangs: „Wir haben es 40 Minuten nicht geschafft eine gute Defense zu spielen. Die Leistung war inferior, der Sieg sehr glücklich. Auch KOŠ hätte heute gewinnen können. „
beste Werfer:
Primc 23, Sattler 22, Kunc 19 bzw. Sismilich 27, Diesner 23, Gajdosik 14
garnets 75:80 (54:52, 36:35, 18:15)
piraten
Die beiden Mannschaften starten nervös, der erste Korb fällt erst nach 3 Minuten, die Garnets können sich einen Vorsprung erspielen, die Piraten sind allerdings danach nicht aus der Ruhe zu bringen und so geht es mit einem 18:15 in die 1. Viertelpause. Danach ein ähnliches Bild, Radenthein bleibt immer knapp in Führung, kann jedoch die Piraten nicht abhängen – in der 15. Minute der 1. Führungswechsel, Halbzeitstand 36:35.Im 3. Viertel geht es hin und her, beide Mannschaften leisten beinharte Arbeit in der Defense, trotzdem bleiben die Garnets noch knapp vorne (54:52). Zu Beginn des Schlussabschnittes können sich die Piraten dann auf 8 Punkte absetzen, Radenthein kämpft und kommt immer wieder bis auf 3 Punkte heran, einen Führungswechsel lassen die Piraten jedoch nicht mehr zu – Endstand 75:80 für die Piraten.
Stimmen zum Spiel:
Miran Cilensek, Headcoach der Garnets: „Schade für meine Mannschaft, sie hat bis zum Ende gekämpft und vor einer tollen Fangemeinde alles gegeben. Entscheidend war im 4. Viertel, dass wir in manchen Situationen leider die falschen Entscheidungen getroffen haben – die Piraten haben sich, auch aufgrund ihrer Routine, die Führung leider nicht mehr nehmen lassen.“
Dragan Sliskovic, Headcoach der Piraten: „Gratulation an meine Spieler, obwohl wir heute nicht unbedingt unsere beste Leistung gezeigt haben, haben wir den Sieg eingefahren. Wir haben gewusst, dass es ein intensives Spiel werden wird, Radenthein hat uns bis zum Ende voll gefordert.“
beste Werfer:
Ninic 24, Soldo 19, Pirija 12 bzw. Kunovanjek 18, D. Gspandl, S. Huber, Ey je 12
raiders 93:99 (69:73, 45:50, 26:28)
wolves
Offener Schlagabtausch nach zögerlichem Beginn beider Mannschaften. Es entwickelt sich ein gutes Spiel mit einigen sehenswerten Szenen. Vor allem am Dreier sind die Villacher sehr gefährlich. Gross und Rhinehart verbuchen drei Dreier in Folge. Viertelendstand 28:26 für die Timberwolves. Im zweiten Viertel zunächst das gleiche Bild. Vor allem der neue Center der Raiders Gaidys ist nicht zu halten und scort nach Belieben. Kein Team kann sich entscheidend absetzen und so geht man mit einem 45:40 Halbzeitstand in die Pause.Zu Beginn des dritten Viertel scheint es so, als ob Wien sich absetzen kann, doch Villach hält trotz leichter Abstimmungsfehler stark dagegen. Vor allem Geissler und Cosic auf Seiten der Wiener sind sehr schwer zu halten und die Timberwolves gehen mit einem 73:69 ins letzte Viertel.

Da merkt man den Villachern die kurze Bank an und nachdem Gross mit 5 Fouls frühzeitig vom Feld muss, konnte sich der Tabellenführer mit 11 Punkten absetzen. Die Raiders versuchten dann noch einmal alles aber es war dann zu spät. Letztendlich mussten sich die Hausherren mit 93:99 geschlagen geben.

Stimmen zum Spiel:
Stacey Nolan, Headcoach der Raiders: „Ein Spieler fehlt uns noch zu einem guten Team. Ein Pointguard ist noch notwendig. Dann werden wir sehr gefährlich sein.“
Hubert Schmidt, Headcoach der Timberwolves: “ Ein Sieg trotz dezimierter Mannschaft. Defensiv sind wir nicht sehr gut gestartet. Der erwartet knappe Sieg schaute zum Schluss heraus aber Villach wird sicherlich in dieser Konstellation ein unangenehmer Gegner für alle Mannschaften in der Liga sein! „
beste Werfer:
Gaidys 29, Rhinehart 22, Sürums 21 bzw. Polakovic 22, Cosic 20, Geissler 19
dragons 89:71 (73:52, 50:32, 29:19)
bbu
Salzburg beginnt das erste Viertel sehr stark und wurfsicher! Ab Mitte des ersten Viertels findet der UBC allerdings ins Spiel und dank einiger sehenswerter Dunks gehen die Hausherren schon mit einem beruhigenden Vorsprung in die erste Pause. Im zweiten Viertel können die Dragons den Vorsprung kontinuierlich ausbauen. Die ersten Minuten der zweiten Hälfte gehören wieder Salzburg allerdings können sie in keiner Phase des Spiels die Hausherren noch unter Druck setzen. Auch dank dem groß aufspielenden Kapitäns Martin Speiser gewinnen die Dragons letztlich verdient und ungefährdet mit 89:71.
Stimmen zum Spiel:
Jurica Smiljanic, Headcoach der Dragons: „Kein leichter Sieg.“
Dejan Ljubinkovic, Headcoach der BBU:“ Erwarteter Sieg von St. Pölten, gute Entwicklung unserer Spieler! Sie haben gut gekämpft!“
beste Werfer:
Speiser 32, Nikolic 22, Obermann 14 bzw. Gross 19, Kezic 17, Breuer 14

Quelle: http://www.oebl.at/zweite-liga/spieltage/nachberichte/1712-2bl-siege-fuer-die-favoriten

[logo-carousel id=default]