Am Ende kein Timeout

Die Vienna D.C. Timberwolves (1) haben die Hinrunde in der ZWEITEN Basketball Bundesliga mit einem 71:68-Auswärtssieg bei den Mistelbach Mustangs (3) beendet. Damit thronen die Wiener nach der Hälfte des Grunddurchgangs ungeschlagen an der Tabellenspitze. Neuer Zweiter ist der UBC St. Pölten: Die Niederösterreicher haben bei Basket 2000 Vienna Warriors (10) mit 83:68 ihren sechsten Sieg in Serie gefeiert. Die Raiffeisen Dornbirn Lions (5) schlugen Meister Panaceo Raiders Villach (8) in letzter Sekunde mit 91:90. Ohne den verletzten Vicens und Brajkovic drehten die Vorarlberger ein zwischenzeitliches minus 18 zum ersten Sieg nach drei Niederlagen in Folge. Deutlich klarer verliefen die restlichen Begegnungen: Die Jennersdorf Blackbirds (4) besiegten die Basket Flames (7) mit 71:56, KOŠ Posojilnica Bank Celovec (9) feierte gegen die BBU Salzburg (11) einen deutlichen 87:65-Erfolg. Die Mattersburg Rocks (6) haben die Wörthersee Piraten (12) mit 95:55 überrollt.

Druck haben die Raiffeisen Dornbirn Lions (5) abgelassen. Die Vorarlberger besiegten Meister Panaceo Raiders Villach (8) knapp mit 91:90 und beendeten ihre über drei Spiele dauernde Niederlagenserie. Es war der insgesamt 5. Heimsieg der Lions in dieser Saison, die Raiders mussten hingegen ihre bereits 3. Auswärtsniederlage hinnehmen. Die Vorarlberger, die ohne 2BL-Top-Scorer Antoni Vicens und weiterhin Luka Brajkovic auskommen mussten, boten in diesem Spiel große Kämpfermentalität: Nach 23 Minuten lag die Mannschaft bereits um 18 Punkte zurück (39:57), ehe sie eine phänomenale Aufholjagd setzte und Villach in allerletzter Sekunde den Sieg entriss. Mann des Spiels war Ander Arruti: Der spanische Pointguard machte 40 Punkte, traf dabei 7 von 11 Dreipunkter.

lions d Raiffeisen Dornbirn Lions – Panaeco Raiders Villach

91:90 (15:20, 33:47, 62:74)

raiders
Die Lions müssen auf Luka Brajkovic und Toni Vicens verzichten, können das Spiel bis zur 8. Minute offen halten und liegen 15:16 zurück. Im 2. Viertel bleibt das Spiel zunächst bis zur 14. Minute ausgeglichen (24:26). Danach setzen sich die Raiders mit 4 Dreipunktern in 6 Angriffen auf 31:42 ab. Auch nach der Pause sind die Gäste spielbestimmend und bauen den Vorsprung auf 39:57 aus. Dann kommt der große Auftritt des Ander Arruti. Der Baske erzielt die nächsten 15 Punkte für sein Team, davon drei Dreipunkter und plötzlich sind die Gastgeber wieder auf Schlagdistanz. Die Villacher reagieren aber abgebrüht und gehen mit 12 Punkten Vorsprung in den finalen Abschnitt. Dort entwickelt sich dann eine sehenswerte Aufholjagd der Löwen. Die Hausherren starten mit einem 17:7-Lauf und sind in der 36. Minute nur noch 78:81 zurück. Finzgar und Arruti tauschen zwei Dreipunkter und die Löwen kommen immer wieder auf 2 Punkte heran. In der letzten Minute war es Harun Buljubasic, der den Ausgleich erzielt und die Fans zum Toben bringt. Unter den lautstarken Anfeuerungen schaffen die Löwen den entscheidenden Stopp. 16 Sekunden spielt Arruti die Uhr herunter und wird 1,3 Sekunden vor dem Ende gefoult. Er verwirft den ersten und verwandelt den zweiten Freiwurf zur Führung der Lions. Die Raiders nehmen kein Time-out und auf den Rängen liegen sich die Fans in den Armen. Die Löwen schaffen mit einer unglaublichen Energieleistung den so wichtigen Heimsieg.
Stimmen zum Spiel:
Inaki Merino, Headcoach der Lions: „Wir haben den Sieg verdient, weil wir immer daran geglaubt haben. Die Manschafft hat eine super Mentalität gezeigt, kammen deutlich aggressiver aus der Pause und haben einen super Job gemacht. Ich bin sehr stolz auf diese Mannschaft.“
Ander Arruti, Spieler der Lions: „Gratulation an das gesamte Team. Wir haben an uns geglaubt und diesen wichtigen Sieg eingefahren. Wir haben bewiesen, was wir als Team leisten können. Jetzt fahren wir mit viel Selbstvertrauen nach Villach.“
Nino Gross, Kapitän der Raiders: „Dornbirn hat brav gekämpft, aber wir haben das Spiel selber verloren. Ich weiß nicht, warum wir am Ende kein Timeout genommen haben.“
Beste Werfer: Arruti 40, Gmeiner 13, Dodig, Kevric je 12 bzw. Julevic 21, Huber T. 20, Finzgar 17;
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