Die Favoriten versammeln sich an der Tabellenspitze

PRESSEAUSZUG: 2BL Nachberichte – OEBL.AT

Nach drei Spieltagen bekommt die Tabelle der ZWEITEN Basketball Bundesliga schon das erwartete Aussehen, zumindest was die oberen Regionen betrifft: Die Vienna D.C. Timberwolves (92:66 gegen die Wörthersee Piraten, die trotz der Niederlage auf Rang 2 bleiben) liegen nun vorne, die Mistelbach Mustangs (78:65 gegen die Raiffeisen Dornbirn Lions) haben sich auf Rang 3 vorgekämpft, die Mattersburg Rocks (gegen die 95:55 Raiffeisen Randenthein Garnet) finden sich mit einem Spiel weniger bereits auf Rang 4. Damit sind drei der vier Semifinalisten des Vorjahres nun ganz vorne zu finden.

„Unten“ gab es zwei Premierensiege: Die Basket Flames holten sich bei den Panaceo Villach Raiders einen 69:68-Erfolg, KOŠ Posojilnica Bank Celovec blieb zu Hause gegen die BBU Salzburg mit 70:61 erfolgreich.

 

wolves 92:66 (65:48, 38:33, 22:13) piraten
Die Timberwolves nützen zu Beginn ihre Inside-Vorteile, die Piraten halten aber bis zur 8. Minute dagegen, bevor die Wölfe bis zum Viertelende von 15:13 auf 22:13 davonziehen. Im zweiten Abschnitt bauen die Wolves, die bereits vor Seitenwechsel elf Spieler einsetzen, den Vorsprung auf 33:17 aus, ehe die Piraten eine Schwächephase der Heimischen gut nützen, mit einem 15:3-Run auf 32:36 herankommen und mit einem 33:38 in die Halbzeit gehen.Nach Seitenwechsel schalten die Timberwolves wieder zwei Gänge höher, legen angeführt von David Geisler und Claudio Vancura einen 11:0-Run auf das Parkett und erhöhen in der 27. Minute auf 56:36. Die Piraten treffen gegen Ende des Abschnitts gut von außen und verkürzen auf 48:65.Im Schlussviertel machen die Wölfe mit einem 16:4-Lauf auf 81:52 früh alles klar. Bei Wörthersee scoren alle zehn Spieler, bei den Timberwolves alle zwölf, darunter erstmals die 16-jährigen Peter Hofbauer und Max Schuecker.
Stimmen zum Spiel:
Hubert Schmidt, Headcoach der Timberwolves: “ Bis auf die Schlussphase des zweiten Viertels, wo uns die Piraten schlecht aussehen haben lassen, haben wir eine sehr starke Leistung geboten. Ein schöner Teamsieg.“
Joachim Buggelsheim, Kapitän der Piraten: „Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte hat sich der Klassenunterschied deutlich bemerkbar gemacht.“
beste Werfer:
Geisler 15, Polakovic 13, Cosic 12 bzw. Ey 20, C. Gspandl 15, D. Gspandl, S. Huber je 7

 

kos 70:61 (56:46, 38:30, 18:17) bbu
KOŠ übernahm von Anfang an die Initiative und führte nach fünf Minuten mit 7:6. Mit zwei Drei-Punktewürfen konnte sich KOŠ etwas absetzten, doch gegen Ende der ersten Viertels kam BBU Salzburg wieder näher (18:17). Das zweite Viertel verlief ausgeglichen, keine der beiden Mannschaften konnte einen wesentlichen Vorsprung heraus spielen. Erst zum Schluss konnte KOŠ doch noch auf 38:30 erhöhen.Nach der Pause änderte sich die Situation am Spielfeld nicht wesentlich, KOŠ konnte den Vorsprung halten (56:46). Die Schützlinge von Trainer Predrag Radović erwiesen sich letztendlich doch als die bessere Mannschaft und konnten ihren ersten Sieg in der laufenden Meisterschaft verbuchen.
Stimmen zum Spiel:
Predrag Radović, Headcoach von KOŠ: „Es war ein nervöses Spiel, die ganze Mannschaft hatte den Wunsch, heute zu gewinnen. Dies ist uns gelungen und ich hoffe, dass es jetzt leichter gehen wird. „
Dejan Ljubinkovic, Headcoach der BBU: „Ich glaube die Dreier von KOŠ haben uns sehr weh getan. Aber ansonsten war es ein ausgeglichenes Spiel. „
beste Werfer:
Primc 31, Papič 21, Sattler 8 bzw. Thaler 20, Kežič 11, Gross 9

 

rocks 95:55 (76:37, 50:25, 27:12) garnets
Mattersburg hatte gegen ersatzgeschwächte Garnets aus Radenthein keinerlei Mühe, bereits zu Beginn besorgte ein 12:0-Run der Hausherren eine komfortable 19:6-Führung. Der BKM musste ohne Jan Nicoi auskommen, dafür waren Lukas und Sebastian Pinterits im Einsatz, bei der WSG ging vor allem Ziga Erculj ab. Der BKM verteidigte aggressiv, sicherte sich wichtige Ballgewinne und zog bereits zur Halbzeit auf 50:25 davon, hatte also doppelt so viele Punkte wie der Gegner auf die Anzeigetafel gebracht.Nach Wiederbeginn folgte noch ein 18:0-Lauf der Hausherren inklusive drei Dreipunkter von Stefan Ulreich und Marco Jaitz – die Messe in Mattersburg war gelesen. Beide Mannschaften wechselten munter durch, vor allem beim Triple-Meister bekamen die Youngsters Tobias Winkler, Marco Jaitz, Sebastian Kunc und Jakob Sauer genügend Auslauf. Radenthein ergab sich mehr oder weniger seinem Schicksal, zudem ließ die Intensität in der Defense bei den Burgenländern keineswegs nach. Am Ende steht ein glasklares 95:55 für Mike Coffins Mannen.
Stimmen zum Spiel:
Mike Coffin, Headcoach der Rocks: „Wir haben den Muss-Sieg eingefahren und uns besser als in der Vorwoche präsentiert. Nächste Woche gegen St. Pölten werden wir voll gefordert!“
Miran Cilensek, Headcoach der Garnets: „Heute haben zwei Teams mit unterschiedlichen Qualitäten am Feld gespielt, unsere Ausfälle haben uns geschwächt. Wir hatten keine Antwort auf die aggressive Verteidigung des Gegners parat.“
beste Werfer:
Jandl 23, Ulreich 15, Hallett 12 bzw. Pirija 14, Biedermann 12, Soldo 8

 

raiders 68:69 (20:16, 40:34, 63:52) flames
Die Raiders mussten ohne ihrem US Amerikaner Erik Rhinehart antreten. Trotzdem gingen die Villacher gut eingestellt in das Spiel und sie konnten sich im ersten Viertel einen kleinen Vorsprung heraus spielen. Im zweiten Viertel das gleiche Bild: Beide Mannschaften spielten auf gleicher Augenhöhe. Keines der beiden Teams kann sich entscheidend absetzen. In dieser Phase überzeugten vor allem Lobe und der Rookie Napokoj auf Seiten der Villacher unter dem Korb und Seel mit seinen Distanzwüfen für die Flames. Halbzeitstand 40:34 für die Heimmannschaft.Nach der Pause kamen die Wiener nicht mehr mit dem schnellen Spiel der Villacher zurecht und es schien als würden die Raiders das Spiel übernehmen. Mit dem Stand von 63:52 ging es in den Schlussabschnitt. Im letzten Viertel stemmte sich der gebürtige Villacher Paul Koroschitz auf Seiten der Wiener gegen die drohende Niederlage und er konnte mit einigen wichtigen Körben und vor allem mit wichtige Boards das Spiel auf Reichweite halten. Drei Minuten vor Schluss waren die Raiders noch immer mit 10 Punkten voran aber dann erlebten die Rund 200 Zuschauer ein dramatisches und nicht vorhersehbares Ende: Ein unnötiges Foul bei einem versuchten Dreier von Pöcksteiner leitete die Wende für die Flames  ein. Sie holten Punkt um Punkt auf und Philipp Seel verwandelte 10 Sekunden vor Schluss seinen sechsten erfolgreichen Dreier eiskalt. Der letzte Angriff der Villacher über McClerkin brachte nichts mehr ein und so gaben die Raiders einen sicher geglaubten Sieg aufgrund eines katastrophalen 5:17 Schlussviertel noch aus der Hand.
Stimmen zum Spiel:
„Das dritte Spiel in Folge, wo wir einen Mental Breakdown haben. Wir haben 36 Minuten konzentriert gespielt und dann haben wir versucht, den Vorsprung zu verwalten. Eine unnötige Niederlage! Wir müssen endlich 40 Minuten als Einheit auftreten, sonst werden wir unser Saisonziel nicht erreichen!“
beste Werfer:
Lobe 16, McClerkin 13, Napokoj 12 bzw. Seel 17, Koroschitz 14, Pöcksteiner 13

 

mustangs 78:65 (59:52, 39:36, 24:13) lions
Nach der Auswärtsniederlage vorige Woche, musste die Mistelbacher Mustangs gegen die Dornbirn Lios antreten. Mistelbach startete stark und dominierte die Dornbirner nach Belieben. Stand nach dem 1. Viertel 24:13 für das Heimteam. In Viertel 2 hadern die Mistelbacher mit den Schiedsrichterentscheidungen und konzentrieren sich nicht auf ihr Spiel. Dornbirn startet einen 14:0 Run und gleicht in der 8. Minute auf 33:33 aus. Mistelbach beendet das 2. Viertel jedoch wieder stark und kann sich einen kleinen 3 Punktevorsprung zur Pause herausarbeiten.Die 2. Halbzeit beginnt mit einem 3er von Tobar. Mistelbachs Michael Diesner zieht in der darauffolgenden Situation zum Korb und wird gefoult. Er schlägt hart mit der Hüfte am Boden auf und kann nicht mehr weiterspielen. Mistelbach spielt gute Defense und zwingt Dornbirn zu vielen schweren Würfen. Die Weinviertler können ihren Vorsprung im 3. Viertel bis auf 10 Punkte ausbauen. Im letzten Spielabschnitt kann Dornbirn nicht mehr zulegen und man hat das Gefühl, dass der Kräfteverschleiß bei den Gästen doch etwas größer war. Mistelbach gewinnt am Ende mit 13 Punkten Vorsprung.
Stimmen zum Spiel:
Martin Weissenböck, Headcoach der Mustangs: „Wir haben die Ausfälle von Sprung, Hartenbach und später Diesner gut kompensieren können und jeder Spieler hat heute seinen Teil zu diesem wichtigen Sieg beigetragen. Dennoch müssen wir noch in der Offense einen Schritt nach vorne machen.“
Philipp Nägele, Assistant-Coach der Lions: „Wir sind in den letzten 5 Minuten eingebrochen und haben auch 3 Fastbreaks kassiert. Bisher hatten wir nur Pflichtsiege auf dem Programm. Wir wussten, dass Mistelbach der erste richtige Test sein wird. Mistelbach hat viele routinierte Spieler. Unser Ziel lautet, an die Top 4 Teams anzuschließen und wir sind überzeugt, dass wir jeden schlagen können. Timberwolves, Mistelbach und Mattersburg sind jedenfalls die Top 3 Teams.“
beste Werfer:
Sismilich 18, Prachar 14, Servuts 13 bzw. Tobar 16, Stadelmann 13, Ceccotti 11

 

Quelle: http://www.oebl.at/zweite-liga/spieltage/nachberichte/1671-2bl-die-favoriten-versammeln-sich-an-der-tabellenspitze