Die richtige Balance finden

Die Mattersburg Rocks (7) zeigten auf die Derbyniederlage von letzter Woche eine Reaktion: Sie besiegten Meister Villach Raiders (9) klar mit 96:77.

Eine Reaktion zur letztwöchigen Derbyniederlage zeigten die Mattersburg Rocks (7), die Meister Raiders Villach (9) – dank offensiver Glanzleistung – mit 96:77 besiegten. Für die Rocks war es der bereits fünfte Heimsieg gegen Villach in Serie. Auf ein starkes Startviertel (25:10), folgte ein Comeback-Versuch der Raiders (25:6-Run im zweiten Viertel), ehe die Burgenländer im Schlussabschnitt alles klar machten. Dragisa Najdanovic – der Guard machte bei nur einem Fehlwurf aus dem Feld 27 Punkte – und Joey Vickery (20 PTS, 6/12 3p) hatten ihre Bestform zu Hand. Diese fehlte Villach noch: Zwar konnte man am Rebound dagegenhalten (38:38), war jedoch mit der aggressiven Defensive der Coffin-Truppe überfordert (23:12 Turnover).

 

rocks Mattersburg Rocks – Raiders Villach

96:77 (25:10, 49:44, 66:62)

raiders
Zu Beginn war Fuad Memcic „inside“ vom Gegner nicht zu halten und scorte 9 Punkte in den ersten sechs Minuten, 20:7 hieß es da schon für die Burgenländer. Beim Gegner merkte man die Abstimmungsprobleme an beiden Enden des Courts, offensiv waren es oft nur Einzelaktionen, die Erfolg brachten. Mattersburgs beste Spieler an diesem Abend, Dragisa Najdanovic und Joey Vickery sorgten mit ihren Dreiern dafür, dass es im zweiten Quarter bereits 38:19 für den BKM hieß. Nun wachte aber Villach auf, glich angeführt von Mensud Sulevic und Timi Huber mittels 25:6-Run aus. Mike Coffin regiert, nahm binnen kurzer Zeit zwei Time-Outs und seine Mannen schafften einen Vorsprung von plus 5 bis zur Halbzeit.

Nach Wiederbeginn gab es dann teilweise geballte Offensivkraft, die Dreier purzelten. Die Raiders ließen sich nicht abschütteln, wurden aber zusehends müde, die aggressive Defense der Rocker setzte ihnen doch zu und mit nur einem Point-Guard war es zusätzlich erschwert. Der entscheidende Run gelang den Hausherren dann im Schlussabschnitt, Jan Nicoli war mit zwei Dreiern maßgeblich beteiligt am 18:4-Lauf zu Beginn des letzen Quarters, die Messe war gelesen. Die Bankspieler versuchten noch, den 100er voll zu machen, scheiterten aber.

Stimmen zum Spiel:
Mike Coffin, Headcoach der Rocks: „Das war über weite Strecken eine solide Partie, aber wir hatten auch wieder einige Minuten, wo wir uns nicht an unser Konzept gehalten haben und Villach hatte lang die Möglichkeit, im Spiel zu bleiben.“
Corey Hallett, Spieler der Rocks: „Die Hauptsache ist, dass wir gewonnen haben. Wir haben nicht unser bestes Spiel gezeigt, aber die richtige Reaktion. Wir sind aggressiv aufgetreten.“
Natalia Tscherkasehva, Headcoach der Raiders: „Wir hatten heuer kaum eine Vorbereitungszeit und wenig Trainings, wo wir 5 gegen 5 spielen konnten. So sind unsere Spiele noch dazu da, dass wir uns finden und die Mannschaft die richtige Balance hat. Das war voriges Jahr nicht so, ich hoffe, dass wir nicht erst im Jänner zu unserer Form finden.“
Nino Gross, Kapitän der Raiders: „Wir haben drei Viertel lang mitgehalten, aber man sieht, dass wir noch nicht eingespielt sind. Zudem haben wir nur einen echten Point-Guard, wir hatten Probleme mit Turnovers und am Rebound.“
Beste Werfer: Najdanovic 27, Vickery 20, Memcic 15 bzw. Julevic 22, Huber T. 19, Primc 12;

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