„Ein Wiener Derby-Thriller geht an die Timberwolves“

PRESSEAUSZUG: 2BL Nachberichte – OEBL.AT

Dass Derbys tatsächlich eigene Gesetze haben, musste auch der Tabellenführer der ZWEITEN Basketball Bundesliga zur Kenntnis nehmen: Als klarer Favorit brauchten die Vienna D.C. Timberwolves einen Ballverlust der Basket Flames 10 Sekunden vor Spielende, um das Wiener Derby doch noch mit 81:77 für sich entscheiden zu können. Spannend ging es auch in Klagenfurt zu, wo die Raiffeisen Dornbirn Lions gegen KOŠ Posojilnica Bank Celovec in den letzten 10 Minuten aus einem 56:65 nach drei Viertel einen 92:85-Sieg machen. Klarere Favoritensiege gab es hingegen bei Mattersburg Rocks – BBU Salzburg (87:63), Raiffeisen Radenthein Garnets – Chin Min Dragons St. Pölten (96:109) und Panaceo Villach Raiders – Mistelbach Mustangs (71:91).

Damit haben sich nach fünf Runden endgültig die Favoriten an der Tabellenspitze versammelt: Die Wolves führen vor den Mustangs, Dragons und Rocks, in Schlagdistanz auch noch die Lions und Piraten. Dahinter momentan ein Fünfkampf um zwei freie Play-Off-Plätze, keines der Teams am Tabellenende hat momentan mehr als einen Sieg.

wolves 81:77 (55:60, 39:41, 21:29)
flames
Die Timberwolves (ohne Polakovic und Vancura) erwischen den besseren Start und führen angeführt von Cosic in der 4. Minute 13:7. Danach laufen die Flames (ohne Adrovic und Böck) aber heiß, versenken bis zum Viertelende fünf Dreier und führen nach zehn Minuten 29:21. Im zweiten Viertel ist es die Energie der U19-Spieler Krssak, Poljak und Schmit, die die Wölfe immer näher herankommen und in Minute 19 37:36 in Führung gehen lässt. Gavranic führt die Flames zu einem knappen Halbzeitvorsprung (41:39).

Im dritten Abschnitt entwickelt sich ein Schlagabtausch: Die Wolves kommen mehrmals nahe, die Flames kontern aber immer wieder durch Gavranic oder einen Dreipunkter und bauen die Differenz zwischenzeitlich wieder auf neun Zähler aus. Mit 55:60 geht es in das Schlussviertel. Dort dasselbe Bild: Ein an seinem 34. Geburtstag alles am Feld lassender Geisler treibt die Wolves gemeinsam mit Ex-Flame Kutschera an, doch durch Dreipunkter und Gavranic bleiben die Gäste lange knapp voran. Mit einer kleineren Aufstellung können die Wolves in der Schlussphase die Intensität steigern: Schmit verkürzt in der 39. Minute auf 74:75. Gavranic antwortet mit zwei Freiwürfen und Kutschera stellt auf 76:77. Rund elf Sekunden vor Schluss haben die Flames Einwurf, Schmit schneidet den Pass, wird aber ins Out abgedrängt. Erneut haben die Flames Einwurf, erneut schaffen sie es nicht, den Ball ins Feld zu bringen. Nach einer Auszeit wird Cosic gefoult, er verwandelt sieben Sekunden vor Ende beide Freiwürfe eiskalt. Kurz darauf forciert Geisler einen weiteren Turnover der Flames und nach einem unsportlichen Foul beim Einwurf ist der Krimi endgültig entschieden.

Stimmen zum Spiel:
Hubert Schmidt, Headcoach der Timberwolves: „Großes Kompliment an die Flames, sie hätten sich den Sieg dank ihrer Leistung in den ersten 39 Minuten ebenso verdient gehabt. Wir waren sichtlich nicht bei vollen Kräften, haben aber durch das Leadership von Petar Cosic und David Geisler nie aufgehört, an den Sieg zu glauben. Wir dürfen als Team und Verein stolz auf unsere U19-Spieler sein, die in 57 äußerst starken Minuten einen großen Teil zu diesem Sieg beigetragen haben.“
Dominik Müllner, Kapitän der Basket Flames: „Leider habe(n) wir (ich) das Spiel heute weggeworfen. Wir haben aber zumindest gezeigt, dass die Formkurve nach oben geht. Wir müssen aber weiter hart im Training arbeiten.“
beste Werfer:
Cosic 21, Geisler 15, Kutschera 12 bzw. Gavranic 23, Koroschitz 15, Seel 13
kos 85:92 (65:56, 52:34, 22:20) lions
Motiviert ging KOŠ in das Spiel. Doch Dornbirn übernahm die Initiative und führte nach 5 Minuten mit 14:10. Nach einem Kraftakt durch Fabian Gallob, er macht 5 Punkte in Folge, konnte KOŠ endlich die Führung übernehmen und beendete das erste Viertel mit 22:20.

Im 2. Viertel ließ KOŠ nicht nach, konnte die Führung ausbauen, erlaubte Dornbirn kaum Möglichkeiten den Rückstand aufzuholen und ging mit 18 Punkten Vorsprung in die Pause (52:34).

Das dritte Drittel stand im Zeichen der Gäste aus Vorarlberg, wobei sie ihren Rückstand auf 11 Punkte minimieren konnten. Bei KOŠ summierten sich die Fehler (65:56). Die Zuschauer erlebten ein sehr spannendes letztes Viertel. Dornbirn versuchte mit allen Mitteln einen Sieg zu erringen. Drei Minuten vor Spielende ging Dornbirn auch in Führung 75:76. Zum Schluss bekam Aleš Kunc ein technisches Foul und musste das Parkett wegen dem 5. Foul verlassen, ebenso Fabian Gallob. Dornbirn gab die Führung nicht mehr aus der Hand. Endstand 85:92.

Stimmen zum Spiel:
Stefan Hribar, sportlicher Leiter von KOŠ: „Die Entäuschung ist nach einer 20 Punkte Führung sehr groß.“
Alexander Atterbigler, Kapitän der Lions: „Erste Halbzeit war sehr schlecht. In der Pause haben wir aber besprochen, dass das Spiel ja 40 Minuten hat.“
beste Werfer:
Primc 22, Sattler 16, Kunc 15 bzw. Plasmans 25, tobar 21, Stadelmann 12
rocks 87:63 (67:45, 45:30, 20:19) bbu
Mattersburg freute sich, dass Corey Hallett mitspielen durfte und der Kanadier war beim 87:63 gegen die BBU Salzburg mit 28 Punkten gleich Highscorer! Der Reihe nach: Beide Teams begannen auf Augenhöhe, die Schiedsrichter mussten ihre Pfeifen oft zum Einsatz bringen, es gab eine zerfahrene Partie zu sehen. Nach dem ersten Quarter hieß es 20:19 für die Hausherren, zu diesem Zeitpunkt wurde Coach Mike Coffin nach zwei technischen Fouls bereits des Feldes verwiesen. Aber auch die Gäste holten sich ihre technischen Fouls ab, der Meister setzte sich mit Fortdauer der Partie ab. Zur Halbzeit hieß es bereits 45:30.

Mit aggressiver Verteidigung wurden die jungen Mozartstädter zu Turnovers gezwungen, diese konnten ein ums andere Mal in direkte Punkte für den BKM verwandelt werden. Nach drei Vierteln war die Partie entschieden, 67:45 der Zwischenstand. Bei der BBU setzte sich Milan Kezic in Szene, er verbuchte bis zum Schlusspfiff 26 Zähler. Alle Akteure auf beiden Seiten erhielten genügend Spielzeit, der Unterschied auf der Anzeigetafel blieb konstant. Nach dem Schlusspfiff leuchtete es 87:63 von ebendieser.

Stimmen zum Spiel:
Mike Coffin, Headcoach der Rocks: „Wir haben erst im zweiten Viertel zu unserem Spiel gefunden, der Anfang war nicht vielversprechend. Mit der Verteidigung bin ich über weite Strecken zufrieden, auch wenn es insgesamt keine Glanzleistung war.“
Dejan Ljubinkovic, Headcoach der BBU: „Unerfahrenheit und aggressive Verteidigung des Gegners haben es uns heute schwer gemacht, aber wir haben gut mitgehalten. Mattersburg ist gut gecoacht und das Team spielt schon lange zusammen.“
beste Werfer:
Hallett 28, Gmeiner 17, Ulrich, Jandl je 12 bzw. Kezic 26, Thaler 10, Smolovic 5
garnets 96:109 (68:86, 42:54, 19:28) dragons
Die Garnets starteten gut ins erste Viertel. St. Pölten ließ sich aber nicht beirren, obwohl 3 Stammspieler fehlten. Im zweiten Viertel das gleiche Bild, die Garnets kamen nicht richtig ins Spiel und St. Pölten verwaltete den Vorsprung bis zur Halbzeit. Im 3. Viertel konnten sich die Garnets einmal bis auf 10 Punkte herankämpfen. Im Letzten Viertel war es ein offener Schlagabtausch, welches sich auch im Highscore-Ergebnis wiederspiegelt.
Stimmen zum Spiel:
Christian Egger, Sektionsleiter der Garnets: „Die WSG kämpfte verbissen gegen den Favoriten. Die Garntes waren zwar immer knapp dran, konnten aber letztendlich der Erfahrung der St. Pöltner nichts entgegensetzen.“
Stefan Jäger, Pressesprecher der Dragons: „Der erwartete Sieg im Auswärtsspiel. Radenthein hat eine gute Leistung gezeigt.“
beste Werfer:
Ninic 27, Soldo 16, Gleissner 15 bzw. Böck 23, Nikolic 22, Bauch 19
raiders 71:91 (52:64, 29:49, 14:28) mustangs
Die Mustangs beginnen stark und gehen im ersten Viertel schnell mit 21:5 in Führung. Auch im 2. Viertel hält Mistelbach den Druck hoch. Bis zur 16. Minute können die Weinviertler ihren Vorsprung bis auf 21 Punkte ausbauen. Ab diesen Zeitpunkt werden die Raiders stärker. Villach kommt ins Laufen und nützt die Unachtsamkeiten der Mistelbacher aus.

Besonders nach der Halbzeitpause scheinen die Gäste mit dem Kopf schon wieder auf der Heimreise zu sein. In Minute 5 des 3. Abschnittes zünden die Villacher den Turbo und legen einen 15:5 Run aufs Parkett. Anfang des 4. Viertels kommen die Kärntner kurz auf 10 Punkte heran, jedoch besinnen sich die Mistelbacher Spieler wieder ihrer Stärken und bauen die Führung bis zum Ende des Spiels wieder aus.

beste Werfer:
McClerkin 15, Sürums, Lobe je 13 bzw. Servuts 26, Sismilich 19, Prachar, Gajdosik je 10

20141026_R3

Quelle: http://www.oebl.at/zweite-liga/spieltage/nachberichte/1692-2bl-ein-wiener-derby-thriller-geht-an-die-timberwolves