Erste Niederlage für den Meister

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Der Meister der ZWEITEN Basketball Bundesliga muss am vierten Spieltag die erste Saisonniederlage einstecken: ABL-Absteiger Chin Min Dragons St. Pölten bleibt nach einem Blitzstart gegen die Mattersburg Rocks immer am Drücker und siegt am Ende mit 71:65. Die Burgenländer verlieren nicht nur das Spiel, sondern auch ihren Legionär Corey Hallett durch einen Ausschluss.

Souverän hingegen die Vienna D.C. Timberwolves, die auch ihre vierte Begegnung gewinnen, dieses Mal mit 80:47 bei den Raiffeisen Dornbirn Lions. Erste Verfolger der Wiener sind nun die Wörthersee Piraten, die das Klagenfurter Derby gegen KOŠ Posojilnica Bank Celovec auf Grund einer starken Leistung im Schlussviertel mit 92:77 gewinnen und die Mistelbach Mustangs, die bei den Basket Flames zu einem überraschend deutlichen 87:52-Erfolg kommen. Und beim zweiten Kärntner Derby des Wochenendes holen die Panaceo Villach Raiders in einer spannenden Begegnung bei den Raiffeisen Radenthein Garnets ihre ersten Punkte der Saison.

flames 52:87 (42:67, 24:46, 10:25) mustangs
Bereits der Beginn der Partie lagen die Flames rasch mit 3:10 hinten. Als sie sich versuchten aufzubäumen, merkte man das derzeit fehlende Selbstvertrauen. Es wurde einfache Chancen liegen gelassen und auch von der Freiwurflinie ließ man zum wiederholten Male viele Punkte liegen. Mistelbach im Gegenzug scorte vor allem durch Ivo Prachar und lag nach dem ersten Viertel mit 25:10 voran. Im zweiten Spielabschnitt konnten Gavranic und Co nur wenig zulegen. Zu dominant waren die Weinviertler. Coach Miklas probierte viel und erhöhte die Rotation, aber auch die Bankspieler blieben weit unter ihren Möglichkeiten. Pausenstand 24:46.

Die große Wende nach der Pause blieb aus. Zu wenig Feuerkraft hatten die Flames. So wurde das Spiel zu einer Art Schaulaufen für die Mustangs, die ihren Status als einer der Favoriten auf den Titel in der 2. Bundesliga eindrucksvoll untermauerten.

Stimme zum Spiel:
Roland Schönhofer, Assistant-Coach der Basket Flames: „Mistelbach war uns einfach überlegen, aber wir werden gleich am Montag wieder hart arbeiten, denn unser nächstes Spiel ist das Derby und da wollen wir uns steigern.“
beste Werfer:
Müllner 11, Seel 10, Gavranic 7 bzw. Sismilich 20, Prachar 17, Hartenbach 13
piraten 92:77 (65:67, 47:40, 23:15) kos
Zu Beginn herrscht große Nervosität auf beiden Seiten. Schnelle Spielzüge machen die ersten beiden Vierteln zu einer unglaublich spannenden Begegnung, mit hoher Dreier– Trefferquote beiderseits. Auf Piratenseite sind es Tim Huber und Alexander Ey, die aus der Distanz scoren.

Bei KOŠ sind es Rok Papic und Ales Primc, die konstant ihre Würfe treffen. Mitte des 2. Viertel legen die Piraten einen 11:0 Run zum 47:38 aufs Parkett, in die Pause geht es schließlich mit 7 Punkten Differenz.

Die Gäste starten besser in die 2. Hälfte und übernehmen mit 53:51 erstmals die Führung, die Piraten halten aber dagegen und lassen sich nicht abschütteln. Nach einem Buzzer-Beater.Dreier gehen die Gäste schließlich mit einer 2 Punkte Führung ins Schlussviertel. Da lassen die Hausherren aber nur noch 10 Punkte zu und scoren ihrerseits 27 Zähler zu einem am Ende doch noch deutlichen Erfolg.

Stimmen zum Spiel:
Dragan Sliskovic, Headcoach der Piraten: „Heute zählt nur der Sieg.“
Stefan Hribar, sportlicher Leiter von KOŠ: „Uns fehlen Kämpfertypen, die bis zum Schluss durchhalten, wir haben gegen die Piraten aber für unsere Verhältnisse gut gekämpft.“
beste Werfer:
Breithuber 26, Huber S. 14, Huber T. 12 bzw. Papic 26, Primc 23, Sattler 13
garnets 71:75 (51:54, 37:36, 23:17) raiders
Die Villacher hatten den besseren Start, Radenthein konnte sich jedoch rasch fangen und ging mit +10 Punkten in Führung, Villach ließ sich jedoch nicht abschütteln und konnte den Vorsprung wieder verkürzen, vor allem dank einer guten Trefferquote vom 3-er durch Gross und Rhinehart. Im 2. Viertel hatte Villach den besseren Start, dieses Mal konterte jedoch Radenthein und ging mit einer 1-Punkt-Führung in die Halbzeitpause.

Was danach den ca. 300 Besucher geboten wurde, war ein Spiel geprägt von immensem Kampf, es ging hin und her, kein Team konnte sich jedoch entscheiden absetzen. Im Schlussviertel ging es in einer ähnlichen Tonart weiter, das Spiel war ein klassisches Kärntner Derby, bei dem die Raiders am Ende den Vorsprung aus dem 3. Viertel ins Ziel bringen konnten.

Stimme zum Spiel:
Patrick Biedermann, Kapitän der Garnets: „Schade, wir haben uns durch den 10-Punkte Vorsprung aus dem Tritt bringen lassen. Wir haben aber, wie den Fans versprochen, alles versucht, um den Sieg doch noch einzufahren, die Villacher waren aber abgezockt genug, um das zu verhindern.“
beste Werfer:
Pirija 20, Ninic 19, Soldo, Gleissner je 10 bzw. McClerkin 21, Rhinehart 17, Lobe 12
lions 47:80 (39:60, 29:45, 16:24) wolves
Die Gäste starten mit einem 8:0 in die Partie und setzen damit schon den Ton. Die Lions kämpfen sich auf 14:16 zurück, haben drei Chancen zum Ausgleich, können aber keine nützen. Auch im 2. Abschnitt dominieren die Timberwolves vor allem die Bretter. Sowohl defensiv als auch offensiv sind die Wiener deutlich aggressiver als der Gastgeber.

Auch nach der Pause kommt der Löwen-Motor nicht ins Laufen. Die Gastgeber sind offensiv völlig von der Rolle, treffen unterirdisch und produzieren viele unnötige Ballverluste. Die Gäste wechseln munter durch und bauen ihren Vorsprung trotzdem kontinuierlich aus. Am Ende leuchtet ein für die Gastgeber ernüchterndes 47:80 von der Lions-Anzeigentafel.

Stimmen zum Spiel:
Markus Mittelberger, sportlicher Leiter der Lions: „Wir haben heute einen rabenschwarzen Tag erwischt und konnten die Gäste nur ein Viertel fordern. Unsere Offensive war gekennzeichnet von vielen Ballverlusten und unsere Wurfausbeute war unterirdisch. Unser Inside-Spiel war praktisch nicht vorhanden. Nach dem guten Saisonstart ist das ein Dämpfer, aber die Mannschaft wird positiv darauf reagieren.“
Hubert Schmidt, Headcoach der Timberwolves: „Wir haben unter dem Korb dicht gemacht und offensiv gut als Team gespielt. Leider hat sich Claudio Vancura wahrscheinlich schwer verletzt.“
beste Werfer:
Kevric 11, Stadelmann 9, Jussel 8 bzw. Polakovic 18, Geisler 11, Krolo 10
dragons 71:65 (65:44, 44:32, 27:18) rocks
 Die Dragons starten im ersten Viertel wie aus der Pistole geschossen und gehen schnell mit 8:1 in Führung. Dann die unschöne Szene des Spieles, Corey Hallett wurde nach einer Insultierung gegen Martin Speiser nach 4:50 min ausgeschlossen und musste die Halle verlassen. Im zweiten Viertel kämpfen die Mattersburger aufopferungsvoll und liefern den Dragons einen harten Kampf.

Nach der Halbzeit bekommt Eric Schranz bei den St. Pöltner seinen großen Auftritt und legt für die Dragons ein Double Double auf, mit dem er auch zum Topscorer der Partie wird. Im vierten Viertel kämpfen sich die Rocks noch einmal heran, nachdem die St. Pöltner eine unglaublich Zahl von 23 Ballverlusten auf das Feld legen, die Dragons spielen den Sieg aber schlussendlich nach Hause.

Stimmen zum Spiel:
Jurica Smiljanic, Headcoach der Dragons: „Der erhoffte Sieg! Die Turnovers müssen wir abstellen!“
Mike Coffin, Headcoach der Rocks: „St. Pölten hat verdient gewonnen.“
beste Werfer:
Schranz 15, Obermann, Speiser je 12 bzw. Jandl 18, Gmeiner 17, Ulreich 16

Quelle: http://www.oebl.at/zweite-liga/spieltage/nachberichte/1681-2bl-erste-niederlage-fuer-den-meister