Raiders bezwingen Tabellenführer

Die Panaceo Raiders Villach landeten ihren neunten Sieg in den letzten zehn Spielen. Gegen den aktuellen Tabellenführer benötigten sie allerdings fünf extra Minuten um wichtige Punkte für eine gute Position im Rennen um die Play-Off Plätze einzufahren. Mit einem 7:0 Run erwischen die Hausherren den besseren Start. Mit Fortdauer des Spieles kommt St. Pölten immer besser in Fahrt und können Aufgrund eines 10:0 Lauf auf 18:17 verkürzen. Angeführt von einem starken Martin Kohlmaier (23 Punkte) übernehmen die Chin Min Dragons St. Pölten im zweiten Viertel die Führung. In der zweiten Halbzeit reißen die Raiders wieder das Spiel an sich und erspielen sich bis vier Minuten vor dem vermeintlichen Ende des Spiel eine zehn Punkte-Führung. Die Dragons zünden in der Schlussphase noch einmal den Turbo und Kohlmaier schafft kurz vor Ende gar den Ausgleich. Die Verlängerung ist nichts für schwache Nerven, keines der Teams kann sich entscheidend absetzen. Kurz vor Ende trifft der Kapitän Nino Gross einen wilden Dreier und entscheidet damit das Spiel für Villach. Die Raiders gewinnen mit 84:82 und setzen sich in der Tabelle auf den dritten Tabellenplatz.

Geschrieben von Christopher Käferle, Bilder (c) ABL Pictorial
Veröffentlicht: 24. Januar 2016

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Panaceo Raiders Villach – Chin Min Dragons St. Pölten

84:82 n.V. (18:17, 29:32, 52:47, 69:69)

Beide Mannschaften starten aggressiv und man merkt den Teams die Wichtigkeit des Spieles an.

Die Raiders erwischen den besseren Start und können sich nach den ersten Minuten mit einem 7:0 Run leicht absetzen. Die Dragons schaffen es erst nach vier Minuten anzuschreiben. Vor allem Primc ist nicht zu halten und kann 11 seiner 23 Punkte im ersten Viertel scoren. Mit Fortdauer des Spieles kommt St.Pölten immer besser in Fahrt und sie können Aufgrund eines 10:0 Lauf auf 18:17 verkürzen.

Im zweiten Viertel spielen beide Teams eine gute Verteidigung. In dieser Phase läuft Kohlmaier heiss und so übernehmen die Dragons kurz vor Ende des zweiten Viertels erstmalig die Führung. Halbzeitstand 29:32 aus der Sicht der Heimmannschaft. Im dritten Viertel erwischen dann die Raiders ihre beste Phase des Spieles. Auf Grund einer guten Zonenverteidigung und fünf erfolgreichen Dreiern kann man sich etwas absetzen. Im letzten Viertel glaubt man dass sie Villacher den Sack endlich zumachen können. Sie führen vier Minuten vor Ende des Spieles schon mit 65:55. Speiser kann in dieser Phase mit zwei erfolgreichen Würfen auf minus sechs verkürzen. Dann der Schock für den Tabellenführer. Der Kapitän der St. Pöltner Martin Speiser verdreht sich bei einem Reboundkampf unglücklich das Knie und muss vom Spielfeld getragen werden. Ohne ihren Führungsspieler stemmt sich St. Pölten noch einmal gegen die drohende Niederlage. Die Raiders können zwei Freiwürfe nicht verwerten und so kann Obermann mit einem erfolgreichen Dreier auf minus eins verkürzen. Im Gegenzug kann Jackson mit einem Freiwurf die Führung der Raiders wieder auf zwei Punkte vergrößern doch Kohlmaier kann Sekunden vor Schluss mit einem Midrangeshot auf 69:69 ausgleichen.

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Das Spiel geht in die Verlängerung. Diese ist nichts für schwachen Nerven. Keines der Teams kann sich entscheidend absetzen. Eine Minute vor Schluss kann Gross mit einem wilden Dreier kurz vor Ende der Shotclock auf plus fünf den Vorsprung ausbauen. In den letzten Sekunden schicken die St. Pöltner die Raiders mit Fouls noch zur Freiwurflinie. Mit Erfolg kann Jackson nur vier seiner sechs Würfe verwerten und so ergibt sich noch einmal die Chance für den Tabellenführer. Obermann versucht noch einen letzen Dreier doch der findet nur knapp nicht sein Ziel.

Die Raiders gewinnen das erst Mal in der Vereinsgeschichte gegen St.Pölten mit 84:82.

Stellungnahmen zum Spiel: Nino Gross, Kapitän der Raiders: „Es war wie erwartet das schwere Spiel gegen den Tabellenführer. Nach der enttäuschenden Niederlage wollten wir unseren Fans wieder ein gutes Spiel zeigen. Vor allem von der Dreipunktelinie waren wir brandgefährlich. Die Verletzung von Andreas Kuttnig schmerzt sehr. Nun müssen wir noch mehr als Team zusammen wachsen um seinen Ausfall zu kompensieren. Das ganze Team wünscht ihn auf diesem Wege rasche Genesung.“

Scorer: Primc 23, Kolaric 20, Jackson 17 bzw. Kohlmaier 23, Oberman 16, Speiser 10, Jagsch 10

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