Raiders Villach das augenblicklich heißeste Team der Liga

Die 19. Runde der ZWEITEN Basketball Bundesliga steht im Zeichen des Duells um Platz zwei: In der Neuauflage des letztjährigen Finales empfangen die Mattersburg Rocks (3) Meister UBC St. Pölten (2), die nach sieben Niederlagen in sieben Begegnungen mit dem UBC endlich einmal gewinnen wollen. Tabellenführer Mistelbach Mustangs (1) gastiert bei „Heimmacht“ KOS Posojilnica Bank Celvoec (7), das bei einem weiteren Heimsieg die Playoffs buchen könnte. In die Postseason will auch die BBU Salzburg (8), die unter neuer Führung von Headcoach Aaron Mitchell bei „Nachzügler“ Basket 2000 Vienna Warriors (10) nicht umfallen darf. Die Vienna D.C. Timberwolves (6) wollen im Spiel gegen die Raiffeisen Dornbirn Lions (5) den ersten Saisonsieg gegen ein Team aus den Top-5, die Basket Flames (9) empfangen mit den Raiders Villach (4) das augenblicklich heißeste Team der Liga.

Im Fokus der 19. Runde steht das Duell um Platz zwei. Es ist die Neuauflage des letztjährigen Finales – Mattersburg Rocks (3) gegen UBC St. Pölten (2). Beide Mannschaften blieben in den letzten fünf Runden etwas unter ihren Ansprüchen, mussten jeweils zwei Niederlagen einstecken. Für das anstehende Duell scheinen die Burgenländer zumindest personell gerüstet, sie treten nahezu komplett an. Die Niederösterreicher müssen womöglich – und zusätzlich zu ihren Langzeitverletzten – auch Denis Soldo und Florian Pöcksteiner vorgeben. Doch sie bauen auf eine beeindruckende Bilanz: Seit dem ABL-Abstieg 2014 forderte der UBC die Rocks sieben Mal und ging auch sieben Mal als Sieger vom Parkett. Zuletzt stand in der Hinrunde ein feiner 68:54-Erfolg zu Buche. Damit Mattersburg erneut den Kürzeren zieht, braucht der UBC wohl eine kämpferische Leistung am Defensivrebound – denn am Offensiven-Brett sind die Burgenländer rund um ihre „Türme“ Corey Hallett und Ramiz Suljanovic eine Macht.

Insgesamt die „Macht“ unter den Brettern sind die Mistelbach Mustangs (1). Der Tabellenführer muss zu KOS Posojilnica Bank Celovec (7) – und hier gastiert eben das beste Reboundteam beim Schlechtesten. Overall packen die Niederösterreicher 8,9 Mal mehr zu und sind auch deshalb verdienter Tabellenführer. Während ihre Teilnahme an den Playoffs 2017 bereits länger feststeht, ist die der Kärntner noch in Gefahr – aber trotzdem in dieser Runde sicherzustellen. Dafür braucht es aber den insgesamt zweiten Sieg über Mistelbach überhaupt („ewige Bilanz“ 1:8; Anm.) und parallel „Kärntner-Schützenhilfe“. Denn Villach müsste bei den Flames gewinnen.

Jene Basket Flames (9) spielen fast schon um ihre letzte Chance doch noch die Playoffs 2017 zu erreichen. Mit den Raiders Villach (4) kommt aber das augenblicklich heißeste Team der 2BL in die Bundeshauptstadt. Die Kärntner haben in den letzten Wochen so richtig Fahrt aufgenommen, halten den längsten „winning-streak“ (+4) der Liga. Auch die letzten drei Duelle dieser beiden Teams gingen an Marko Kolaric & Co. Bei einem weiteren Sieg würden sie die „ewige Bilanz“ auf 5:5 ausgleichen. Und auch in diesem Spiel „spielt“ der Rebound eine wichtige Rolle: Im ersten Aufeinandertreffen der Saison (73:57 für Villach; Anm.) kontrollierten die Raiders mit 44:27 die abspringenden Bälle zur Gänze. Für die Raiders ist ein Sieg enorm wichtig, denn sie müssen in den ausstehenden vier Runden ihren Platz in den Top-4 verteidigen.

Ein Platz in den Top-4 ist für die Vienna D.C. Timberwolves (6) zwar noch theoretisch möglich – aber eher unwahrscheinlich. Vielmehr wollen die Wiener gegen die Raiffeisen Dornbirn Lions (5) den ersten Saisonsieg gegen ein Team aus den Top-5. Dieses Duell ist dafür ihre vorletzte Chance (das Spiel gegen Villach findet am 18. März statt; Anm.) – außer sie überraschen in den Playoffs. Diesmal ist aber die beste Offensive der Liga (84,8 ppg) gefordert: Etliche Spieler fallen aus bzw. drohen auszufallen und die „Löwen“ haben die jüngsten beiden Duelle für sich entscheiden können, davor gingen alle zehn Begegnungen an die Wiener. In beiden Spielen war das vorarlberger-spanische Duo Ander Arruti und Mario Tobar-Ruiz nicht zu bändigen. Für die Lions gilt selbiges wie für die Raiders. Im Kampf um die Top-4 und damit Heimrecht im Viertelfinale ist „verlieren verboten“.

„Verlieren verboten“ heißt es auch für die BBU Salzburg (8), die bei Basket 2000 Vienna Warriors (10) gastiert. Unter Neo-Headcoach Aaron Mitchell – er übernimmt für den erkrankten Saulius Vadopalas – dürfen sich die Mozartstädter keinen „Ausrutscher“ erlauben. Ihr Fuß steht zwar schon ziemlich fest in der „Playoff-Tür“, doch die Flames könnten diese dann doch noch zuschlagen und die Warriors – denen diesmal wieder etliche Stammspieler fehlen werden – sind am Papier, nimmt man das Salzburger Restprogramm zur Hand, die vermeintlich leichteste Aufgaben.

flames Basket Flames – Raiders Villach

Sonntag, 18.00 Uhr in der SPH Mollardgasse, Wien 6.

raiders
Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Christian Kreidl, Headcoach der Flames: „Mit Villach erwartet uns natürlich eine schwierige Aufgabe. In unserer Heimhalle werden wir aber versuchen ein gutes Spiel zu machen.“
Dominik Alturban, Kapitän der Flames: „Villach bietet eine gute Gelegenheit, dass wir uns weiterentwickeln. Sie spielen sehr groß und routiniert. Wir können befreit aufspielen.“
Nino Gross, Kapitän der Raiders: „Das wird sicherlich kein einfaches Spiel. Beide Mannschaften müssen gewinnen. Wenn wir es schaffen von Beginn an konzentriert zu sein, werden wir unseren Trend beibehalten.“
Personelles:
Flames: Der Einsatz von Maximilian Misangumukini ist fraglich. Philipp Seel fällt bis Saisonende aus.
Raiders: Patrick Biedermann und Sebastian Huber fallen aus.
Besonderheiten: Im Anschluss an das 2BL-Spiel findet das erste AWBL-Semifinalspiel zwischen den FLAMES und den BK Duchess Klosterneuburg in der Mollardgasse statt.

#RAIDERNATION

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