Keine Intensität

Während sich am Samstag im Viertelfinale der ZWEITEN Basketball Bundesliga jeweils die Heimteams durchsetzten, konnten sich die Mattersburg Rocks am Sonntag, als einzig schlechter gesetzte Mannschaft, den Heimvorteil erobern. Zu Gast beim amtierenden Meister Panaceo Raiders Villach, feierten die Burgenländer einen souveränen 92:73 Erfolg und gehen damit in der Best-of-three-Viertelfinalserie mit 1:0 in Führung.

Von Beginn weg kontrollierten die Mattersburg Rocks die Begegnung. Die Burgenländer spielten mit viel Zug zum Korb und erarbeiteten sich einen schnellen zweistelligen Vorsprung. Die Panaceo Raiders Villach versuchten ihr Glück von hinter der Dreipunktelinie zu erzwingen, verwerteten allerdings nur 26% ihrer 42 Versuche. Auch in der Defensive konnten die Kärntner nur wenig Druck auf die Offensive der Rocks ausüben. Mattersburg kam in Summe auf 34 Punkte in der Zone und entschied das erste Duell der best-of-three Viertelfinalserie mit 92:73 für sich. Damit erarbeiteten sich die Rocks die Chance bereits am kommenden Freitag, vor heimischen Publikum, den Aufstieg ins Halbfinale zu fixieren.

 

raiders Panaceo Raiders Villach #4 – Mattersburg Rocks #5

73:92 (12:26, 33:49, 59:76)

rocks
Das erste Viertel verläuft nicht nach Wunsch der Hausherren, die mit einem 12:26 Rückstand in die Playoffs 2018 starten. Mattersburg spielt von Beginn an mit viel Zug zum Korb, die Raiders müssen sich in der Offensive vor allem auf gelungene Abschlüsse von draußen verlassen um im Spiel zu bleiben. Diese wollen aber in dieser frühen Phase des Spiels noch nicht fallen. Auch im zweiten Viertel finden die Raiders nicht die gewünschten Mittel um mit dem Druck seitens Mattersburg zurecht zu kommen. In der Defensiv agieren die Hausherren zu wenig aggressiv um den Vorsprung der Rocks aus dem ersten Viertel wett zu machen. Es geht mit einem 33:49 in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit haben die Raiders zunehmend mit Foulproblemen zu kämpfen. Zwei erfolgreiche Dreier durch Primc auf 49:60 lassen kurzzeitig die Lebensgeister der Raiders erwachen. Mattersburg antwortet auf diese jedoch routiniert mit erfolgreichen Dreiern. Spielstand Ende drittes Viertel 59:76 für die Rocks. Im entscheidenden letzten Viertel versuchen die Raiders nochmals den Vorsprung der Rocks zu verringern, bleiben jedoch erfolglos – zu wenige Würfe wollen an diesem Abend den Weg in den Korb finden. Somit geht das erste Duell der best-of-three Playoffserie mit 92:73 an Mattersburg.

Stimmen zum Spiel:
 Nino Gross, Spieler der Raiders: „Wir haben leider das Spiel so begonnen wie wir in Salzburg aufgehört haben. Keine Intensität, keine Defense und nur Einzelaktionen in der Offense. Wenn wir so nächste Woche auftreten wird Saison früh aus sein.“
 Michael Mach, Spieler der Rocks: „Der Gameplan den der Coach vorgegeben hat wurde perfekt umgesetzt. Es steht aber nur 1:0 in der Serie.Nicht mehr und nicht weniger.“
Beste Werfer:Julevic 22, Huber T. 15, Finzgar 11, bzw. Fripp 22, Najdanovic 16, Woolridge 16
Weitere Viertelfinaltermine:
Freitag, 23. März (19.00 Uhr) in der SPH Mattersburg
Sonntag, 25. März (17.00 Uhr) in der MZH St. Martin, Villach*

Lasset die Spiele beginnen

Am kommenden Wochenende startet in der ZWEITEN Basketball Bundesliga die „Postseason“. Während die Top-8 mit den „best-of-3“-Viertelfinalserien die Playoffs 2018 eröffnen, kämpfen der Neunte bis Zwölfte nach der „regular season“ im „Play-Down“ gegen den Abstieg aus der 2BL. Im Viertelfinale wird erstmals ein „Wiener-Derby“ ausgetragen. Der souveräne Sieger des Grunddurchgangs Vienna D.C. Timberwolves (1) – der auch bereits für die Relegation um einen Platz in der ADMIRAL Basketball Bundesliga Saison 2018/19 qualifiziert ist – empfängt die Basket Flames (8), die erst mit dem allerletzten Spiel der „regular season“ ihren Platz im Playoff sicher hatten. Die in der letzten Runde auf Platz zwei vorgestoßenen Mistelbach Mustangs (2) treffen auf die Raiffeisen Dornbirn Lions (7). Für beide Teams war in ihren bisherigen Viertelfinalserie zumeist Endstation. Die Vorarlberger konnten in den letzten fünf Jahren keines ihrer acht Viertelfinalspiele gewinnen. Vizemeister UBC St. Pölten (3) ist in der ersten „stage“ der Playoffs noch ungeschlagen (sechs Siege; Anm.) und will diesen Erfolgslauf auch gegen Liganeuling Jennersdorf Blackbirds (6), der auf Anhieb die Postseason erreichte, prolongieren. Große Bedeutung kommt dem Viertelfinale Panaceo Raiders Villach (4) gegen Mattersburg Rocks (5) zu. Diese beiden Mannschaften haben, wie auch die Timberwolves, um eine ABL-Lizenz für die Saison 18/19 angesucht und wären damit berechtigt an der Relegation teilzunehmen. Während für die Kärntner der Einzug ins Semifinale reichen würde, müssten die Burgenländer bis ins Finale vorstoßen, um Relegation spielen zu können.

Die größte Bedeutung kommt der Viertelfinal-Serie Panaceo Raiders Villach (4) – Mattersburg Rocks (5) zu. Da beide Mannschaften um eine Lizenz für die ADMIRAL Basketball Bundesliga 2018/19 angesucht haben, geht’s in diesem Duell schon „fast“ um die Qualifikation für die Relegation. Aber nur fast. Weil wenn Mattersburg die Serie gewinnt, müsste es zudem das Finale erreichen um in einer Endtabelle (Meister vor Vizemeister, dann gilt die Reihung aus dem Grunddurchgang; Anm.) an den Kärntnern vorbeizuziehen.

 

raiders Panaceo Raiders Villach #4 – Mattersburg Rocks #5

Sonntag, 17.00 Uhr in der BSH Lind, Villach

rocks
Stellungnahmen zur anstehenden Begegnung:
Nino Gross, Kapitän der Raiders: „Wir sind bereit für die Mission Titelverteidigung. Lasset die Spiele beginnen.“
Joey Vickery, Headcoch der Rocks: „Es wird sehr schwer werden gegen den aktuellen Meister, der besonders außerhalb der Dreipunktelinie sehr gefährlich ist. Aber wenn wir unsere Ziele, die wir uns in der Defensive vornehmen, umsetzen, ist im ersten Auswärtsspiel ein Sieg drin.“
Michael Mach, Kapitän der Rocks: „Playoffs Baby! Wir versuchen zum achten Mal in Folge in das Halbfinale einzuziehen und dafür werden wir alles geben, wobei Villach vor allem wegen ihrer 3-Punkter sehr gefährlich ist.“
Personelles:
Rocks: Royce Woolridge ist nach seiner Knöchelverletzung wieder fit.
Bisherige Begegnungen 17/18: 96:77 für Mattersburg Rocks; 103:84 für Panaceo Raiders Villach;
Weitere Viertelfinaltermine:
Freitag, 23. März (19.00 Uhr) in der SPH Mattersburg
Sonntag, 25. März (17.00 Uhr) in der MZH St. Martin, Villach

Am Ende klar überlegen

Die Wörthersee Piraten (12) haben zum Auftakt der 21. Runde in der ZWEITEN Basketball Bundesliga ihren ersten Sieg seit über zwei Jahren gefeiert. Nach inklusive Cup 50 Pflichtspielniederlagen in Serie gelang den Kärntnern ein überraschender 80:76-Heimsieg über die Mistelbach Mustangs (3). Tabellenführer Vienna D.C. Timberwolves (1) hat erneut offensiv überzeugt und gegen die ohne 2BL-Top-Scorer Antoni Vicens angetretenen Raiffeisen Dornbirn Lions (7) einen 90:79-Heimsieg gefeiert. Die Jennersdorf Blackbirds (5) haben dank eines klaren 73:60-Erfolgs über die BBU Salzburg (10) in der Tabelle einen Platz gutgemacht. Auch die Mattersburg Rocks (6) haben nach ihrem ungefährdeten 84:74-Heimsieg über Basket 2000 Vienna Warriors (11) eine Verbesserung in der Tabelle erzielt. Der UBC St. Pölten (2.) landete im Kampf um den zweiten Tabellenplatz einen wichtigen 86:73 Erfolg über die Basket Flames (8.). Auch die Panaceo Raiders Villach (4.) wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und setzten sich gegen KOŠ Posojilnica Bank Celovec (9.) mit 91:69 durch.

KOŠ Posojilnica Bank Celovec (9.) startete gegen die Panaceo Raiders Villach (4.). stark in die Begegnung und erspielte sich schnell einen zweistelligen Vorsprung. Der amtierende Meister erhöhte aber ab dem zweiten Viertel die Intensität in der Defensive und verwandelte den Rückstand in eine knappe Führung. In der zweiten Halbzeit kontrollierten die Hausherren das Geschehen und eroberten sich einen souveränen 91:69 Erfolg.

 

raiders Panaceo
Raiders Villach
KOŠ Posojilnica Bank Celovec kos
91:69 (17:30, 38:35, 66:52)
Die Gäste starten gut und können sich schnell mit einem 10:0 Vorsprung absetzen. Die Raiders finden im ersten Viertel nie richtig in das Spiel und so musste der amtierende Meister mit einem 17:30 Rückstand in das zweite Viertel. Dort spielen die Raiders eine bessere Defense und KOS kann im zweiten Viertel nur 5 Punkte machen. In der zweiten Halbzeit ein ähnliches Bild. Die Klagenfurter kommen mit der guten Defense der Gastgeber nicht zu Recht und können nichts mehr entgegensetzen.
Stimmen zum Spiel:
Nino Gross, Kapitän der Raiders: „Am Anfang spürte man, dass es ein Deby war und wir fanden nur schwer in das Spiel. Ab dem zweiten Viertel übernahmen wir die Oberhand und so konnten wir das Spiel sicher nach Hause spielen.“
Samuel Seher, Spieler KOŠ: „Wir hatten einen guten Start, verloren aber danach das Konzept in der Offensive und in der Defensive.“
Beste Werfer: Julevic 29, Jurica 22, Finzgar 20 bzw. Soldo 17, Sliskovic 15, Erculj 14;