Villach hatte die besseren Nerven

Die Viertelfinal-Serien in der ZWEITEN Basketball Bundesliga sind geschlagen: Die Top-4 nach dem Grunddurchgang beenden die „best-of-3“-Serie jeweils mit einem 2:0 – und steigen ins Semifinale auf. Grunddurchgangssieger Mistelbach Mustangs (#1) zeigte beim 98:80 über BBU Salzburg (#8) seine Vielseitigkeit in der Offensive. Titelverteidiger UBC St. Pölten (#2) präsentierte beim 76:62-Sieg über KOS Posojilnica Bank Celovec (#7) seine Kader-Tiefe. Vizemeister Mattersburg Rocks (#3) stellte beim 82:70-Erfolg über Vienna D.C. Timberwolves (#6) seine kompakte Defensive unter Beweis und die Raiders Villach (#4) wissen beim 79:74-Triumph bei den Raiffeisen Dornbirn Lions (#5) „inside“ zu überzeugen. Damit kommt es im Semifinale (Spiel #1 am kommenden Wochenende) zu folgenden Duellen: Mistelbach gegen Villach und St. Pölten gegen Mattersburg.

Eine 7er-Rotation verhalf den Raiders Villach (#4) zum Aufstieg ins Semifinale. Die Kärntner setzten sich auswärts bei den Raiffeisen Dornbirn Lions (#5) mit 79:74 durch, hatten dabei aber ein Katastrophen-Viertel zu verdauen: Nach starkem Beginn (29:18), ließen sich die Kärntner von einer aggressiven Vorarlberger-Defensive im zweiten Viertel auf 6 Punkte halten. Die Hausherren machten selbst 24 – und drehten die Partie. Doch nach der Pause setzten die Kärntner zu einem weiteren Run an, legten ein 12:0 auf das Parkett. Es war eng – doch Villach hatte die besseren Nerven, spielte „inside“ den Sieg nach Hause. Überragender Mann war Marko Kolaric mit 25 Punkten und 13 Rebounds. Auf Seiten der „Löwen“ legte 2BL-Topscorer Ander Arruti nochmals 21 Punkte auf.

 

lions d Raiffeisen Dornbirn Lions #5 – Raiders Villach #4

74:79 (18:29, 42:35, 51:56)

Endstand in „best-of-3“-Serie: 0:2

raiders
Die Lions sind im 1. Viertel noch nicht im Spiel, die Gäste treffen hochprozentig und gehen rasch in Führung. Im 2. Abschnitt sind die Löwen dann aber defensiv nicht wiederzuerkennen. Sie gewinnen den 2. Abschnitt mit 25:6 und haben die Kontrolle über das Spiel. In der Pause scheint aber den Lions die Intensität und die Konzentration abhanden gekommen zu sein. Die Gäste legen einen 12:0-Lauf auf das Parkett der Gastgeber und damit sind die Löwen immer unter Druck. Zwar kommen die Lions wieder auf 70:71 heran, es gelingt ihnen aber nicht, die Führung zu übernehmen. Am Ende spielen die Raiders das Spiel sehr routiniert nach Hause und beenden die Saison der Löwen.
Stimmen zum Spiel:
Inaki Merino, Headcoach der Lions: „Wir haben beide Hälften ohne die notwendige Konzentration für ein Play-Off-Spiel begonnen. Wir haben uns seolbst immer wieder unter Druck gesetzt. Wenn du immer dem Ergebnis hinterherlaufen musst, ist das sehr schwierig. In der 2. Halbzeit haben wir uns wieder ins Spiel gekämpft, aber im letzten Viertel konnten wir das Inside-Spiel der Villacher nicht stoppen. Wir können trotzdem sehr stolz auf unsere Saison sein. Wir haben einen sehr jungen Kader und jeder hat sich sehr gut entwickelt. Wir hatten auch ein bisschen Pech, aber wir können sehr zufrieden sein.“
Ander Arruti, Spieler der Lions: „Wir wollten unbedingt gewinnen, aber wir haben in Summe zu viele Eigenfehler gemacht. Das Spiel hat schrecklich begonnen, wir sind dann deutlich besser geworden, aber im 3. Viertel haben wir unsere Kontrolle verloren. Der Grund war – wie die gesamte Saison – unsere Turnoverrate. Das Ausscheiden ist sehr schade, vor allem für unseren großartigen Fans.“
Natalia Tscherkasheva, Headcoach der Raiders: „Wir haben sehr hart gearbeitet und im entscheidenden Moment die richtigen Entscheidungen getroffen. Wir sind froh, die Hürde Dornbirn in zwei Spielen genommen zu haben.“
Beste Werfer: Arruti 21, Kevric 15, Ruiz 13 bzw. Kolaric 25, Huber T. 13, Rhinehart 11;

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